CINDY WORKMAN | PAUL HOSKING 23. Januar 2026 - 17. April 2026

Cindy Workman wurde auf der Upper East Side in New York City zu einer anständigen jungen Dame erzogen. Von ihr wurde erwartet, dass sie Debütantinnenbälle besucht, später einen reichen Mann heiratet und Kinder bekommt. Stattdessen wurde sie eine Künstlerin, die die Vorstellung hinterfragt, dass Frauen feste Rollen im Leben zugewiesen bekommen sollten. Die Upper East Side hat vielleicht eine Stepford-Ehefrau verloren, aber die Kunstszene der Innenstadt hat eine kluge Gesellschaftskritikerin gewonnen. Workman ist eine Collagekünstlerin, die Bilder aus der Popkultur aufgreift und sie gegenüberstellt, um gesellschaftliche Annahmen über Frauen offenzulegen. Ihre Werke sind faszinierend anzusehen – kitschige Vintage-Pornografie, Cowboy-Comics und seichte Naturillustrationen verschmelzen zu großen, eleganten Skulpturen, die wie großformatige Gemälde an den Wänden hängen. Gäbe es einen Soundtrack dazu, wäre es wohl Cibo Matto. Aber auch The Hole und Portishead sollten nicht fehlen. Denn Workmans Kunst hat einen ernsten Subtext: Diese schrillen Bilder spiegeln wider, wie Frauen in einer männerdominierten Gesellschaft durch Bilder definiert wurden und wie diese Stereotype das Selbstbild junger Frauen bis heute prägen.

Turner Grady, 1998
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Paul Hosking ist ein international gefeierter britischer Künstler, der für seine innovative Auseinandersetzung mit Licht, Reflexion und Wahrnehmung bekannt ist. Mit einer unverwechselbaren Arbeitsweise, die die Grenzen zwischen Skulptur und Malerei überbrückt, hinterfragt Hosking traditionelle Konventionen und schafft Werke, die nicht nur visuell beeindrucken, sondern den Betrachter auch tief berühren. Durch den Einsatz von Materialien wie farbigen Spiegeln, lasergeschnittenen Designs und computergestützter Fertigung verwischt er die Grenzen zwischen Objekt, Raum und Individuum und lädt die Betrachter ein, mit seiner Kunst zu interagieren und Teil von ihr zu werden.
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