Caroline Corbasson | Melencolia 01. Mai 2026 - 20. Juni 2026
Caroline Corbasson (geb. 1989, lebt und arbeitet in Paris) erforscht den Platz der Menschheit im Universum mithilfe wissenschaftlicher und kollektiver Vorstellungen. Ihre künstlerische Praxis reflektiert die Ambivalenz von Wissen und die Art und Weise, wie Entdeckungen unser Verständnis der Welt und unserer Ursprünge verändern. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Spannung zwischen der wissenschaftlichen Beobachtung des Weltraums und dem unmittelbaren Blick auf den Himmel, aus dem unsere kosmischen Vorstellungen entspringen. In ihren Arbeiten, die Malerei, analoge Fotografie, Skulptur und Film umfassen, verfolgt Corbasson die Bewegungen der Himmelskörper und versucht, das Unendlich Große mit dem Unendlich Kleinen zu verbinden. Ihre Kooperationen mit führenden Forschungseinrichtungen wie dem CNRS, der EPFL (Schweiz), dem CNES, dem Paranal-Observatorium (Chile) und dem Astrophysikalischen Laboratorium Marseille ermöglichen es ihr, in wissenschaftliche Umgebungen einzutauchen, deren einzigartige Atmosphären einzufangen und in experimentelle Arbeiten zu übersetzen. Diese Projekte laden die Betrachter ein, eine anthropozentrische Perspektive zu überwinden und neue Beziehungen zwischen Wahrnehmung, Maßstab, Raum und Zeit zu eröffnen.