Die Michael Fuchs Galerie eröffnet die neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule mit der Ausstellung HANG ON, in welcher über 80 Arbeiten aus den Gattungen Malerei, Zeichnung, Installation, Videokunst und Performance gezeigt sind. Die idiomatische Wendung des Titels offeriert diverse Assoziationen, die einerseits auf Hängung und Präsentation der Werke aus unterschiedlichen Zeiträumen deuten, andererseits die Vermutung nahelegen, dass die Ausstellung an die Wiederbelebung des Gebäudes als zentraler Ausstellungsort anknüpft und konsequent weiterführt. Während in der 4. Berlin Biennale 2006 Installationen und Videos unter anderem die vielfältige Geschichte des Bauwerks widerspiegelten, reflektiert die aktuelle Ausstellung die Malerei unterschiedlicher Epochen, deren Orientierung an historischen Vorbildern und die Durchbrechung der Gattungen in neue künstlerische Dimensionen. Ausgehend von der Individualität des Künstlers stellen die einzelnen Kunstwerke eine Reflexion der jeweiligen Zeit dar und vergegenwärtigen künstlerische Erkenntnis in individueller Formensprache.