Johannes Albers: Douglas Gordon: Mauer

18. September – 26. Oktober 2013

Wer wissen will, was die Welt im Inneren zusammenhält, wird heute wohl eher an einen Teilchenbeschleuniger denken als an einen Dichter. Winzig kleine Teile werden mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen, um ihre inneren Bestandteile preiszugeben. In der Galerie Michael Fuchs prallen die Welten von Johannes Albers und Douglas Gordon aufeinander mit unsicherem Ausgang.

Der Titel der Ausstellung ist 'Mauer'; ein Begriff, der für immer mit Berlin verknüpft ist. Berlins berühmtestes Bauwerk sowie die Euphorie über dessen Fall sind heute Vergangenheit. Es gibt neue Mauern. Die Mauer ist Begrenzung und gleichermaßen Projektionsfläche für unsere Neugier. Ein durchgängiges Motiv in Albers’ Arbeiten ist das Thema der Veränderung und Veränderbarkeit der Welt. Die Grenze vom bloßen Versuch zur Tat spiegelt sich in der Ausstellung unter anderem in einem Glaskoffer wider. Ein neuer Anfang, fragil, transparent, aber auch gefährlich wie ein verlassenes Gepäckstück, das von einem Attentäter hinterlassen wurde. Douglas Gordon wird auf 365 Glühbirnen schießen, um sie wie ein Teilchenwissenschaftler zu erforschen.

Johannes Albers wurde 1966 in Lingen/Emsland geboren. Von 1987-1990 studierte er in London an der Goldsmiths’ Universität in London inmitten der Young-British-Artist-Generation. Douglas Gordon, geboren 1966 in Glasgow, studierte von 1984 – 1988 an der Glasgow School of Art, 1988 – 1990 an der Slade School of Art in London. Gordon hat zahlreiche Solo- und Gruppenausstellung und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. gewann er 1996 den Turner Prize, 2012 den Käthe-Kollwitz Preis der Akademie der Künste.